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Nokia Lumia 920 im Test: Das Flagschiff mit Windows Phone 8 – Review

nokia-lumia-920-im-test[gesponserter Artikel] Schaffen Nokia und Windows Phone doch noch den Durchbruch? Das ist die große Frage, die es in den nächsten Monaten zu beantworten gilt. Bisher geben bei den Smartphones und Tablets Android und iOS den Ton an. Android setze sich aufgrund des günstigen Preises bei den Smartphones durch. Einsteigermodelle gibt es bereits um die 100 Euro. Flagschiffe wie das Samsung Galaxy S3 mit guter Ausstattung sind deutlich günstiger als das iPhone und auch Google brachte mit dem Nexus 4 ein Top Gerät zum günstigen Preis raus.

Apple dagegen gilt noch als Pionier und das Design hat Kult Faktor erreicht, was bei Jugendlichen sehr gut ankommt. Bisher nur im einstelligen Marktanteil liegt dabei Windows Phone, obwohl Microsoft mit Windows Phone 8 vieles richtig gemacht (erste Informationen zu diesem Betriebssystem findest du in unserer Windows Phone 8 Reihe). Nun hat Nokia Ende des letztes Jahres sein neues Flagschiff Nokia Lumia 920 vorgestellt. Während wir eines zum Testen haben, steht hier auch noch eins für das Gewinnspiel bereit (zum Gewinnspiel).

In diesem Artikel wollen wir euch das Nokia Lumia 920 etwas genauer vorstellen. Über Schwachpunkte hin zu Stärken soll es hierbei gehen. Dabei soll es weniger um Windows Phone 8 gehen, welches wir im oben verlinkten Artikel ja schon ausführlich vorgestellt haben, sondern mehr um das Nokia Lumia 920, welches noch immer aufgrund der hohen Nachfrage kaum lieferbar ist.

Nokia Lumia 920: Der erste Eindruck

Das Nokia Lumia 920 kommt in einer kleinen Verpackung daher, welche man aufziehen muss. Darin befindet sich nichts außergewöhnliches. Wir erhalten ein Mikro USB Kabel mit Stockdosenadapter, um das ganze gleich mit dem PC zu verbinden bzw. darüber aufzuladen und alternativ auch über die Steckdose aufzuladen. Dies ist bei den meisten anderen Smartphones ebenfalls Standard. Außerdem gab es noch In Ear Kopfhöhrer und eine Beschreibung.

Zunächst überrascht waren wir über ein Metallstück mit einer Spitze. Wozu soll ds denn sein? Beim Nokia Lumia 920 kann man nämlich keine Abdeckung abmachen und so eine weitere Karte, SIM Karte oder Akku austauschen, sondern das ist fest verbaut, was ein klarer Minuspunkt ist. Wie beim iPhone muss hier also der Spezialist ran, will man den Akku austauschen, sollte dieser nach paar Jahren schlapp machen.

Zurück zum Metallstück. Hierbei handelt es sich um eine Art Sim Nadel. Oben am Nokia Lumia 920, links neben dem Kopfhöhrereingang, müssen wir diese einstecken und dann hochziehen, sodass sich die Klappe öffnet und wir die Mikro SIM Karte einsetzen können. Verliert oder verlegt man diese Nadel, muss man sich was anderes suchen. Ein weiterer klarer Minuspunkt für das Nokia Lumia 920. Wir wollten dann die SIM Karte wieder rausholen. Nun ist eine Karte dahinter, was das aufbekommen der Abdeckung zur Friemelarbeit werden lässt und wir erst nach 20 Minuten geschafft haben. SIM Karten sollte man hier also nicht oft wechseln 😉

Von der Form her kann man nicht meckern. Wir haben das Nokia Lumia 920 in Gelb und das macht einen sehr stylischen Eindruck und liegt trotz 4,5 Zoll Display sehr gut in der Hand. Zum Display gleich mehr. Während man die meisten Smartphones nicht hinstellen kann, da diese abgerundet sind, ist das farbige Gehäuse unten glatt, sodass man das Nokia Lumia 920 auch hinstellen kann. Auch wenn man das so gut wie nie macht, eine nette Eigenschaft.

Hier noch ein Video zum Nokia Lumia 920 – vorgestellt in 120 Sekunden:


Nokia Lumia 920: Display und Geschwindigkeit

Wie bereits erwähnt ist das Display 4,5 Zoll groß. Dementsprechend wuchtig fällt auch das Nokia Lumia 920 aus, welches in der Länge 130,3 mm, in der Breite 70,8 mm und in der Höhe 10,7 mm misst. Vom Gewicht her wiegt das Smartphone 185 Gramm. Das Nokia Lumia 920 ist damit über 50 Prozent schwerer als das iPhone 5 (112 Gramm), was zum Teil aber auch dem größeren Display geschuldet ist. Aber selbst das Samsung Galaxy S3 mit sogar 4,8 Zoll ist deutlich leichter (133 Gramm)

Zugute halten muss man allerdings die gute Verarbeitung und das ganze wirkt sehr stabil. Wenn das Ding auf den Boden fallen sollte, passiert so gut wie nichts. Das Display ist wie heutzutage Standard ein kapazitiver Multitouch Screen. Die Auflösung liegt bei 1280×768 Pixel. Der Text auf dem Nokia Lumia 920 ist klar zu lesen und auch die Farben sind bombastisch gut. Die Helligkeit kann dabei automatisch reguliert werden oder man macht dies manuell, wozu man allerdings in die Einstellungen von Windows Phone 8 muss. Das Nokia Lumia 920 hat insgesamt 6 Hardwaretasten. Zum einen die üblichen drei Tasten unter dem Display: Zurück Button, Windows Button und Suchen Button, wie üblich bei Android Smartphones, was ich sehr positiv finde sowie auf der rechten Seite einen Laut / Leiser Button, den Ein / Aus Button und den Button zum Auslösen der Kamera. Dies finde ich sehr gut, da bereits viele Smartphones mit Touch auf dem Display ausgelöst werden müssen, was nicht immer optimal ist.

Positiv überrascht bin ich hingegen von der Arbeitsgeschwindigkeit, die das Nokia Lumia 920 an den Tag legt. Dank Snapdragon S4 Prozessor und seinen 4 Kernen arbeitet das Nokia Lumia 920 von der ersten Sekunde an schnell. Selbst der Bootvorgang beim Einschalten des Smartphone ist Windows Phone 8 in wenigen Sekunden da, was aber auch am gut programmierten Betriebssystem liegt. Ich persönlich hatte beim zweiwöchigen Test keinen einzigen Absturz des Smartphones, alles lief flüssig und auch die Spiele waren der Kracher. Das habe ich bei Android nicht immer, wo es auch mal langsamer sein kann oder sich das ganze mal einfrieren kann.

Einrichtung von Homescreen und Windows Phone 8

Wie bereits in unserem Einleitungstext geschrieben, handelt es sich im Grunde um Windows Phone 8. Nokia hat im Windows Phone Store noch eine Nokia Collection sowie Apps wie Nokia Drive+Beta und Nokia City Kompass vorinstalliert. Wie man den Homescreen einrichtet und die Kacheln verändern kann, erfährst du HIER.

Hier bei uns auf touchportal.de berichten wir auch künftig über diverse Windows Phone Apps, sodass wir auch hier nicht drauf eingehen wollen. Wer zuvor mit Android oder iOS gearbeitet hat, wird sich bei Windows Phone 8 allerdings umstellen. Statt einer Benachrichtungsleiste gibt es nur die Kacheln, die man durchgehen müsste, um über Neugikeiten informiert zu werden. Über angehende Anrufe, SMS oder Emails wird man aber auf dem Startbildschirm informiert, wenn man das Smartphone anmacht. Auch das Navigieren im Store und in die Einstellungen ist etwas mühselig. Das finde ich vor allem bei Android, aber auch bei iOS besser gelöst.

Nokia City Kompass und Nokia Drive+Beta

Auf die Apps Nokia City Kompass und Nokia Drive+Beta wollen wir aber kurz eingehen, da diese ja nicht Standard bei Windows Phone 8 sind. Mit dem Nokia City Kompass soll man, so in der Theorie, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Transport-, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten schnell finden. Als Quelle wird meist die 11880.com angegeben. Sehr gut gelöst finde ich dabei, dass, bleibt man im horizontalen Modus, Augmented Reality greift und uns so Gebäude angezeigt werden.

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Geht man in den vertikalen Modus, so gibt es eine Liste der Gebäude, wo man dann auch die Route zu berechnen kann. Weniger positiv ist allerdings, dass keine weitergehenden Informationen angezeigt werden. Bei uns gibt es bspw. sehr viele Schlösser. Statt einer Angabe, wann diese errichtet worden ist, bspw. über eine Verknüpfung zu Wikipedia oder Öffnungszeiten von Kirchen, steht meist nur die Adresse und Kategorie da. Natürlich kann es daran liegen, dass ich nicht in Berlin, Hamburg oder einer anderen großen Stadt in Deutschland wohne, aber das ist auf jedenfall verbesserungswürdig. Während auf Android Google Maps zur Navigation läuft und auf iOS seit iOS 6 Apple Maps, so gibt es bei Nokia Nokia Drive+Beta. Auch diese App hat seine Vor- und Nachteile.

Positiv hervorzuheben ist, dass diese komplett Offline genutzt werden kann, also keine Internetverbindung bei der Navigation erforderlich ist. Außerdem gibt es seit neustem auch mehrere Routen, sodass man zwischen der schnellsten, kürzesten und so weiter wechseln kann. Eine TMC Stauumfahrung gibt es aber leider nicht. Das Kartenmaterial scheint auf neueren Stand zu sein. Obwohl Nokia Drive+Beta noch recht neu ist macht die Navigation einen sehr guten Eindruck und kann auf jedenfall mit den Lösungen anderer Anbieter mithalten.

Nokia Lumia 920: Großer Pluspunkt – Die Kamera

Der Hauptgrund, ein Nokia Lumia 920 zu kaufen, ist aber eindeutig die Kamera. In den meisten Lebenslagen gehört die eingebaute Kamera zu den besten bei Smartphones. Wir haben daher keinen Test mit anderen Smartphones gemacht, sondern das Nokia Lumia 920 in besonders schwierigen Situationen antreten lassen.

Dabei sei gesagt: Andere Bilder, unter anderem bei herrlichen Sonnenschein, Winterlandschaften etc könnt ihr euch auch auf anderen Blogs anschauen. Wir haben den Vergleich mit einer richtig guten Digitalkamera gewagt, der Sony Cybershot DSC W55. Dabei haben wir uns drei harte Brocken rausgepickt: Innenaufnahme bei wenig Licht, Fotografie eines Kamins und Foto bei Regen. Wir haben das nachfolgende Bild nicht bearbeitet (draufklicken, um das Original anzusehen).

Nokia Lumia 920 vs Sony Cybershot DSC W55 (Klicken zum Vergrößern)

Nokia Lumia 920 vs Sony Cybershot DSC W55 (Klicken zum Vergrößern)Wie man sehen kann schlägt sich das Lumia 920 ganz locker gegen eine richtige Digitalkamera. Wir haben dabei die Automatik Einstellungen gelassen, weil die meisten wohl damit Fotos machen werden. Selbst bei Regen und schlechtem Licht sind die Unterschiede marginal. Einzig bei der Aufnahme eines Kamins scheitert das Nokia Lumia 920.

Nokia Lumia 920: Akkulaufzeit

Beim Thema Akkulaufzeit scheiden sich meist die geister. Dies liegt an zahlreichen Aspekten: Wie nutzt man das Smartphone, welche Display Helligkeit ist eingestellt und welche Dienste laufen mit. Wer dauernd GPS, WLAN und 3G aktiviert hat, braucht sich nicht wundern, weshalb sein Smartphone schneller die Puste ausgeht. Vor allem das Display ist aber der Hauptgrund, warum der Akku runtergeht. Schon mit einem herunterstellen der Display kann man viel Akku sparen.

Neben dem Display ist auch der Prozessor der Hauptverbraucher. Der Snapdragon S4 Prozessor ist aber bei der Aufnahme sehr Sparsam. Im Standyb Zustand verbraucht das Nokia Lumia 920 gerade einmal bis zu 1,1 Watt. Im Office Betrieb kann es dann schonmal bis zu 3 Watt gehen. Der Hersteller Nokia gibt dabei eine Sprechzeit von 10,8 Stunden an und eine Stand-by-Zeit von 460 Stunden. Letzteres kann ich leider nicht bestätigen (entspricht 19 Tagen). Bei mir ist das Smartphone nach gut einer Woche, wenn man so gut wie nichts macht, vom Akku runter. Surft man über WLAN, kommt man auf ca. 10 bis 14 Stunden bis der Akku schlapp macht.

Bei voller Last ist sogar nach wenigen Stunden Schluss. Wer aber täglich etwas spielt, telefoniert und Mails abruft oder kurz im Internet surft, der sollte den Tag durchkommen bis das ganze Abends wieder an die Steckdose kann. Man kann also sagen, dass das Nokia Lumia 920 hier keine Spitzenwerte erzielt, aber auch nicht schlecht ist. Gutes Mittelmaß sagt man dazu.

Nokia Lumia 920: Fazit

Ich habe bisher schon Android und iOS ausführlich getestet. Windows Phone 8 ist auf jedenfall anders. Mit dem Nokia Lumia 920 ist Nokia allerdings auf dem richtigen Weg, nachdem man den Zug rund um die Smartphones zunächst verschlafen hatte. Die Frage ist allerdings: Kaufe ich mir für über 600 Euro ein Nokia Lumia 920 oder doch ein Apple iPhone 5. iOS ist ausgereifter und wirkt für mich übersichtlicher. Gleiches gilt für Android, das für mich derzeit eindeutig auf Platz 1 ist.

Wer aber sagt: Ich kauf mir kein iPhone, der sollte sich das Nokia Lumia 920 genauer anschauen. Stylisch sieht es aus, die Kamera gehört mit zu den besten, die ich bisher bei einem Smartphone gesehen habe und auch Windows Phone 8 wird immer beliebter. Derzeit ist der Windows Phone Store an Apps noch verhältnismäßig klein, Spiele gibt es nur wenig gute (wenn man das mit Android und iOS vergleicht herrscht hier noch Aufholbedarf). Auch der Akku kann sich sehen lassen. Während mein altes Android Smartphones teilweise schon nach einem 1 Tag ohne etwas zu machen den geist aufgibt, schafft das Nokia Lumia 920 einige Tage ohne Aufladen.

Auch im Praxistest schafft man den Tag locker mit dem Nokia Lumia 920 zu überstehen. Das Smartphones keine Tage durchhalten im aktiven Betrieb und täglich aufgeladen werden müssen, arbeitet man damit den tag über ist auch bei anderen Smartphones so. Nokia und Microsoft habe noch einiges an Arbeit vor sich. Mit der Kachelansicht macht man sich auf jedenfall einzigartig, auch wenn das nicht bei allen gut ankommt, aber das liegt vor allem daran, dass man sich erst daran gewöhnen muss.

Hat man dies getan, mag man diese Kachelansicht und arbeitet sehr gerne damit. Wer also was neues ausprobieren will und nicht das kaufen will, was alle haben will, greift zum Nokia Lumia 920. PS: WhatsApp gibt es natürlich auch für Windows Phone 8, sodass ihr mit euren Freunden darüber kommunizieren könnt, sollten diese iOS oder Android haben.

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DarthMengon
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DarthMengon

Netter Kurztest, wobei mir nicht klar ist warum iOS oder Android übersichtlicher sein soll ? Und Nokia Drive ist um Welten besser als alles was es für Android / iOS gibt. Nicht die Anzahl der FEatures zählt bei einem NAvi, sondern die Qualität der Routenführung, und da ist es besser. Ich hatte schon Android und iPhone und jetzt aktuell ein Lumia 800, und bin damit bis auf einige Kleinigkeiten sehr zufrieden. Das fehlende Benachrichtigungscenter ist unschön, wobei es durch die Kacheln ersetzt wird (ausserdem kommt das vermutlich bald) und was absolut perfekt ist, ist dass beinahe alle Apps nach einem… Weiterlesen »