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Sniper Fury: Kostenloser Shooter auf Kosten des Spielvergnügens

Sniper Fury von Gameloft

Sniper Fury von Gameloft

Sie sind leise, unsichtbar, aber vor allem gefürchtet und tödlich. Schlüpfe in Sniper Fury in die Rolle eines Scharfschützen, welcher sich an spektakulären Orten unspektakulär schnelle Gefechte mit unterlegenen Gegnern liefert.

Sniper Fury von Gameloft für Android, iOS und Windows Phone verspricht mit seinen coolen Screenshots und der packenden Beschreibung leider etwas zu viel und kommt nicht über das typische Free2Play-Shooter Modell hinaus. Doch was da nicht stimmt erfahrt ihr hier im Review.

Sniper Fury: Gute Idee falsch umgesetzt

Sniper Fury Screenshot -(c) Gameloft

Sniper Fury Screenshot -(c) Gameloft

Sniper Fury sollte vermutlich das nächste große Scharfschützengame werden, jedoch verfällt dieses Spiel nicht nur den Fängen der Free2Play-Krake, es gibt sich nicht einmal die Mühe diesen zu entrinnen. Dies liegt zum einen daran, dass man nur periodisch spielen kann, was bedeutet, dass die Ausführung einer „Mission“ an der noch verbleibenden Anzahl an Aktionspunkten hängt, welche deine Einsätze stark limitieren. Keine Aktionspunkte, keine Missionen.

Ich setzte „Missionen“ bewusst in eine gesonderte Position, da man nicht wirklich davon reden kann. Die meisten Einsätze sind in wenigen Sekunden erledigt, was auf Dauer nervig ist, da es zwar eine große Masse an Missionen gibt, diese aber alle gleich sind: Töte das Ziel. Dabei variiert Gameloft zwar ab und zu mal die Anzahl der Gegner, die gegebene Waffe oder mal einen besonderen Aufenthaltsort der Ziele, jedoch bleibt vieles ständig gleich.

Das größte Problem liegt dabei auch am stupiden Aufbau der Missionen. Nach einem kurzen Briefing-Satz springt man direkt an den Ort des Geschehens, sieht sein Ziel, zielt und drückt ab. Das einzig spektakuläre daran ist die Bullet Time, welche die Kugel bis zum Ziel verfolgt. Gameloft hätte die Missionen erheblich verbessern können, wenn man sich selber den besten Platz zum Schießen suchen könnte, die Gegner Schaden verursachen würden oder man selbst in Deckung gehen und auf Witterungsbedingungen achten müsste. All das fehlt in Sniper Fury.

Free2Play bis ins Mark

Zudem kommt das immer häufiger auftretende Base-Building vor, bei dem man eine Basis bewachen und upgraden muss, um andere Spieler davon abzuhalten das eigene Gold zu stehlen. Allerdings ist dieses Gold nur für basisinterne Upgrades notwendig, wodurch die Basis an Wichtigkeit verliert. Man selbst kann dabei auch gegnerische Basen angreifen, was in einer Art Minispiel endet, in dem man erst eine Vorhut und dann den „Boss“ ausschalten muss. Das alles klingt viel spektakulärer als es ist, da auch diese Angriffe meist in kurzer Zeit und ohne Schwierigkeit bestritten sind.

Doch das ist noch nicht alles. Man muss seine Waffen stets upgraden, um eine Chance gegen die immer stärker werdenden Gegner zu haben. Dazu braucht man Geld und Waffenteile, welche durch Spielen oder durch echtgeldfinanzierte Battle Packs gekauft werden können. Gleichzeitig ist das Budget so knapp, dass man nicht um einen Echtgeldkauf herum kommt, um sich beispielsweise eine neue Waffe leisten zu können.

Trailer zu Sniper Fury

Um einen Eindruck des Games zu bekommen, haben wir euch hier den In-Game-Trailer von Sniper Fury verlinkt. Allerdings zeigt dieser nur die wenigen guten Seiten des Spiels und verspricht viel zu viel.

App herunterladen

Sniper Fury überzeugt nicht gerade durch Eigenständigkeit, da sowohl die Grafik, als auch Sounds und sogar die Menüführung aus Modern Combat 5 übernommen wurden. Dazu kommt die permanente Konfrontation mit dem Free2Play-Modell, welches zwar die ersten Stunden nicht sonderlich auffällt, doch gerade im späteren Spielverlauf deutlich ins Gamingerlebnis einschneidet. Hinzu kommt, dass man eine permanente Internetverbindung zum Spielen und extra 400 MB Speicherplatz durch einen In-Game-Download benötigt.

Sniper Fury für Android im Google Play Store

Das Game steht für alle Geräte mit Android 4.0 oder neuer zur Verfügung. Man muss allerdings 18 Jahre alt sein um es downloaden zu dürfen. Dabei muss man aber extra 370 MB bereit halten. Zum Google Play Store:

App für iPhone, iPad und iPod touch im iTunes App Store

Sniper Fury ist auch im iTunes App Store für Geräte mit iOS 7.0 oder neuer verfügbar. Dazu muss man allerdings 17 Jahre alt sein und benötigt knappe 600MB Speicherplatz. Zum iTunes App Store:

‎Sniper Fury: Ego Shooter
‎Sniper Fury: Ego Shooter
Entwickler: Gameloft
Preis: Kostenlos+

Sniper Fury für Windows Phone im Windows Store

Auch Windows Phone Nutzer können in den Geschmack des Games kommen. Man muss allerdings mindestens 16 Jahre alt sein und benötigt extra 400MB Speicherplatz. Zum Windows Store:

Sniper Fury - Elite Gun Shooter
Sniper Fury - Elite Gun Shooter
Entwickler: ‪Gameloft SE‬
Preis: Kostenlos+

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